01.02.2014 21:35

Ein Schulverband - eine starke gemeinsame Zukunft der Schulen Aarau und Buchs

Stellungnahme der SP Aarau und SP Buchs zur gemeinsamen Schulplanung


Die SP Sektionen Aarau und Buchs begrüssen die Bestrebungen der Gemeinden Aarau und Buchs, zusammen einen Schulverband zu bilden. Am sinnvollsten ist ein Verband für alle Schulstufen indem sich beide Schulen mit ihren Stärken ergänzen. Der präsentierte Zeitplan ist jedoch zu ehrgeizig. Damit ein seriöser und mehrheitsfähiger Vorschlag gefunden werden kann, braucht es mehr Zeit.

Die Verbandslösung besticht gegenüber dem Gemeindevertrag durch grössere Stabilität für den Schulbetrieb, grösserem Gestaltungsraum für die Schulplanung und mehr Wahlmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler. Die Vorteile der verstärkten Zusammenarbeit im Bereich Schule zwischen Aarau und Buchs sind unbestritten. Denn mit einer gemeinsamen Schule sind der Bezirksschulstandort Buchs und die Sportschule für längere Zeit gesichert. Aarau profitiert von den bewährten Errungenschaften der Kreisschule Buchs-Rohr. Und gegenüber den Kantonsbehörden hätte die Stimme der neu grössten Schule im Kanton Aargau mehr Gewicht.

Eine Zusammenarbeit in einem Verband hat für die Gemeinden den Vorteil, Kinder und Jugendlichen in ihren Stärken zu fördern und bei der Sonderpädagogik individuelle Lösungen anzubieten mit Kleinklassen in Buchs und dem integrativen Modell in Aarau. Die Kreisschule Buchs-Rohr ist ein Erfolgsmodell. Die Stärke der direkten Wege und der betrieblichen Nähe von Liegenschaften, Schulsozialarbeit und Hauswarten dient einem effizienten Schulbetrieb. Das kommt allen zu Gute. Gemeinsame betriebliche Lösungen werden über direkte und nahe Wege vereinfacht und entpolitisiert.

Es bieten sich auch Möglichkeiten das Wahl-, Sport- und Musikangebot in der Oberstufe zu ergänzen und erweitern.

Als Ergänzung zum Schulangebot fordern die SP Aarau und Buchs, dass der Elternbeirat fortbesteht, die Familien- und Schulergänzende Betreuung und der Mittagstisch auch dem Schulverband angegliedert werden. Der Elternbeirat hat sich als Gefäss für die Anliegen der Eltern in Aarau bewährt. Die schulergänzenden Betreuungsangebote sind eine wichtige Familienunterstützung zum Wohle der Schülerinnen und Schülern und der berufstätigen Eltern.

Die SP versteht das Anliegen der beteiligten Gemeinden für eine ausgewogene Mitsprache im Schulverband. Deshalb schlägt sie vor, dass die Gemeindevertreter aus der Exekutive und Legislative repräsentativ im neuen Kreisschulrat vertreten sind. Daneben sollen jedoch wie bisher auch direkt vom Volk gewählte Kreisschulratsmitglieder vertreten sein.

Die Betriebskosten der gemeinsamen Schule sollen über einen fairen Schlüssel abgegolten werden. Für die Teilung der Kosten eignet sich deshalb eine gemischte Finanzierungsform am besten, da Veränderungen von Schüler- oder Einwohnerzahlen weniger ins Gewicht fallen. Es ist zu prüfen, ob eine gemischte Finanzierungsform mit einem Gewicht von je einem Drittel Steuerkraft pro Kopf, Einwohnerzahl, Anzahl Schülerinnen und Schüler am besten ausgewogen wäre.

Für die Planung der Klassen und Verteilung auf die Schulhäuser bietet die Verbandslösung mehr Sicherheit. Synergien bei den Räumen und Klassenplanung könnten genutzt werden, was insgesamt zu mehr Stabilität und einem besseren Einsatz der Ressourcen führen sollte. Die Arbeitssicherheit überwiegt unseres Erachtens dem Mehraufwand für die Lehrpersonen durch eine vermutet leicht erhöhte durchschnittliche Klassengrösse.

Bei der Gründung des neuen Verbands wäre aus Kostengründen und zur Sicherung des know how‘s eine Überführung der bisherigen Kreisschule Buchs-Rohr in eine Kreisschule Aarau-Buchs einer Neugründung vorzuziehen.